Therapie

Kinder, die in meiner Praxis vorgestellt werden, haben Schwierigkeiten in verschiedenen Bereichen:

- Leistungsvermögen (z. B. LRS, Lese -Rechtschreibstörungen)

- Leistungsvermögen und Verhalten (z.B. Störverhalten in der Schule)

 

Bei Kindern mit Lernstörungen finden sich immer Schwierigkeiten im Leistungsbereich. Oft sind seelische Probleme beteiligt. Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsproblemen gibt es in der Regel große Verhaltensprobleme, kombiniert mit Problemen im Leistungsbereich. Auch seelische Probleme treten bei anhaltendem Misserfolg im sozialen Umfeld und in der Schule auf.

Wenn eine Therapie Erfolg haben soll, muss sie auf allen Ebenen ansetzen. Daher finden Sie in meiner Praxis einen Ansatz, der alle drei Bereiche abdeckt. Schwächen im Leistungsbereich lassen sich mit gezielten Trainingsverfahren verbessern.

Trainingsverfahren

Diese Techniken werden eingesetzt, wenn Defizite in umschriebenen Bereichen behoben werden müssen. Folgende Grundsätze sind dabei wesentlich:

Erfolge: Das Training wird vom Schwierigkeitsgrad so gewählt, dass das Kind immer Erfolge erzielen kann. Maßstab ist das individuelle Leistungsvermögen des Kindes, nicht der Leistungsstand der Klasse oder der Altersstufe.

Freude: Das Training muss beim Kind positive Gefühle auslösen, da betroffene Kinder mit Übungssituationen oft negative Erinnerungen verbinden.

Geduld: Kinder, die Lernstörungen aufweisen, lernen  langsamer und oft auf Umwegen. Sie brauchen mehr Zeit, um sich nach allgemeiner Auffassung „einfache“ Dinge zu erarbeiten. Therapeut und Eltern brauchen Geduld bis Erfolge sichtbar werden. Diese Geduld muss auch das Kind häufig lernen.

Ich arbeite mit standardisierten Trainingsverfahren. Sie werden individuell an die Bedürfnisse des Kindes angepasst. Durch das Trainingsverfahren erarbeitet sich das Kind mit meiner Unterstützung die Materie. Damit ein hoher Lernfortschritt erzielt wird, werden gezielt die Lernkanäle angesprochen, die beim Kind gut ausgeprägt sind.

Wie sieht die Durchführung einer Therapie praktisch aus?

Im folgenden finden Sie eine kurze Darstellung des Ablaufs einer Lerntherapie in meiner Praxis:

Telefonischer Erstkontakt

Zunächst wird telefonisch ein Termin für ein Erstgespräch vereinbart. Die Wartezeit beträgt normalerweise ein bis zwei Wochen.

Erstgespräch mit den Eltern und ggf. mit dem Kind (abhängig vom Alter des Kindes)

Dieser erste Kontakt ist mir sehr wichtig. Daher plane ich für dieses Gespräch ca. 50 Minuten. Ziel ist es, den Eltern einen Vorschlag über Hilfsmöglichkeiten für das Kind zu unterbreiten. Dazu berichten die Eltern zunächst über die Gründe, warum sie das Kind vorstellen möchten.

Im Gespräch ergeben sich dann geeignete Anhaltspunkte, um den Eltern einen qualifizierten Vorschlag für das weitere Vorgehen zu machen. Ich  informiere über Diagnostik und Therapiemöglichkeiten sowie damit verbundene Kosten. Gegebenenfalls werden auch weitere medizinische Untersuchungen vorgeschlagen.

Therapiestunden mit dem Kind

Wenn sich die Eltern für eine Therapie entschieden haben, beginnen die Therapiestunden. Weil die Therapie individuell angepasst wird, wird sie in der Regel als Einzelmaßnahme durchgeführt. Üblicherweise findet eine Stunde pro Woche statt, immer zu einem festen Termin am gleichen Wochentag. Die Therapiestunde umfasst 50 Minuten.

Die ersten Stunden dienen dem Kennenlernen und dem Aufbau einer Beziehung zwischen mir und dem Kind/ dem Jugendlichen. Ohne eine  tragfähige, gute Therapiebeziehung sind alle weiteren Therapieschritte nicht wirksam. Nach den ersten Therapiestunden plane ich die weiteren Schritte und beginne sie systematisch mit dem Kind/ dem Jugendlichen zu erarbeiten. Der erste Therapieplan und die Fortschreibung werden im Rahmen der Elterngespräche mit den Eltern abgestimmt, der Therapieerfolg wird regelmäßig kontrolliert und die Therapie gegebenenfalls angepasst.

Die durchschnittliche Therapiedauer beträgt ein Jahr, wobei große Abweichungen nach unten oder oben möglich sind.

Elterngespräche

Wichtiger Bestandteil der Therapie sind die Elterngespräche, die in regelmäßigen Abständen (6-12 Wochen) stattfinden. Auch Väter sind hier sehr willkommen. Es werden die Therapieziele  sowie das Vorgehen in der Therapie besprochen, Verhaltensänderungen des Kindes sind ebenfalls Inhalt der Gespräche. Strategien zum Umgang mit Schwierigkeiten können hier besprochen werden.

Therapieende

Die Entscheidung, die Therapie zu beenden, wird gemeinsam mit den Eltern und dem Kind besprochen. Hierbei sind  der Therapieverlauf und der Blick in die Zukunft Gesprächsgegenstand.

Wenn nach Therapieabschluss wieder Probleme auftauchen, können sich die Eltern gern wieder an die Praxis wenden. 

In einigen Fällen werden die Kosten von privaten Krankenkassen übernommen. Bitte sprechen Sie mich darauf an oder erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer privaten Krankenkasse.


Haben Sie noch weitere Fragen oder benötigen detaillierte Informationen? Bitte zögern Sie nicht, mich anzusprechen. Sie erreichen mich telefonisch (s. Kontakt) oder per E-Mail.

 

 

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