Der Begriff Legasthenie geht auf das lateinische Wort legere: lesen und das altgriechische Wort astheneia: Schwäche zurück.
Er bezeichnet eine Lese- und Rechtschreibschwäche bzw. -Störung (LRS).
Seit mehr als hundert Jahren wird das Phänomen LRS weltweit erforscht. Es existieren Bücher in allen erdenklichen Sprachen darüber. Die Franzosen und Amerikaner bezeichnen LRS als "dyslexie, dyslexia", die Engländer als "reading-spelling disability".
LRS ist eine entwicklungsbedingte Teilleistungsstörung des Gehirns und seiner für das Lernen wichtigen neuropsychologischen Funktionen wie Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Wahrnehmungsverarbeitung. Diese Teil- (also nicht völlige) Lernstörung beeinträchtigt das Erlernen der Schriftsprache bei einer normalen oder gar überdurchschnittlichen Intelligenz.